News
VW Ankündigung: V2G-Produktpaket für VW KundInnen (ab Q4 2026 in DE)
Am 16. April 2026 hat Volkswagen sein neues „V2G-Produktpaket“ vorgestellt und damit einen weiteren Schritt in Richtung integrierter Energie- und Mobilitätslösungen gemacht. Im Zentrum steht ein ganzheitlicher Ansatz, der Fahrzeug, Ladeinfrastruktur und Energiemarkt miteinander verknüpft: Die VW-Tochter Elli übernimmt dabei die Rolle des Aggregators, ergänzt durch einen eigenen Stromtarif, eine bidirektionale DC-Wallbox sowie eine digitale App zur Steuerung.
Darüber hinaus wird das Angebot technisch ausgeweitet – künftig sollen auch Fahrzeuge mit kleineren Batterien unter 77 kWh teilnehmen können, sofern sie über die Software-Version 6 verfügen. Volkswagen betont dabei, dass „robuste Hochvoltbatterien und Schutzsysteme sicherstellen, dass bidirektionales Laden die Batterielebensdauer nicht nennenswert beeinflusst“. Ergänzt wird das Paket durch den Zugang zu Energiemärkten und den Energiehandel, perspektivisch auch über den EPEX Spot Markt, wobei notwendige Smart-Meter-Installationen innerhalb weniger Wochen erfolgen sollen. Die Vorregistrierung startet im Juni 2026, die Markteinführung für Kundinnen und Kunden in Deutschland ist für das 4. Quartal 2026 geplant.
Ergebnisse der Umfrage Projekt V2G Network
Die Ergebnisse der im vergangenen Jahr im Projekt V2G Network durchgeführten Umfrage liefern einen kompakten Einblick in aktuelle Einschätzungen, Erfahrungen und Erwartungen der Teilnehmenden und bilden eine wertvolle Grundlage für die weitere Entwicklung.
E-Autos als Energiespeicher fürs Netz
Die Erwartungen an E‑Autos als Energiespeicher sind hoch: Studien von Ernst & Young und Eurelectric zeigen, dass sie bis 2040 mehr als zehn Prozent des europäischen Strombedarfs speichern und bei Bedarf ins Netz zurückspeisen könnten. Dadurch lassen sich lokale Netzüberlastungen reduzieren und Versorgungseinschränkungen vermeiden. Das Potenzial gilt als enorm.
Ford und Octopus Energy starten mit bidirektionalem Laden: Bis zu 16.000 Kilometer kostenfrei möglich
Octopus Energy und Ford führen das bidirektionale Laden Vehicle-to-Grid (V2G) – für Privatkunden in Deutschland ein. Durch die Kooperation wird das Elektroauto zu einem aktiven Teil des Stromnetzes. Zum Start im Sommer 2026 können Besitzer eines neuen Ford Capri oder Ford Explorer damit von signifikanten Kostenvorteilen profitieren, indem ihr Fahrzeug als Stromspeicher genutzt wird. Die Vergünstigungen ermöglichen eine kostenlose rechnerische Fahrleistung von bis zu 16.000 Kilometern3 pro Jahr.
Mit V2G werden Elektroautos zu flexiblen Stromspeichern, die Energie nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder ins Netz einspeisen können. Die Lösung von Octopus Energy lädt das Fahrzeug bevorzugt zu Zeiten, in denen der Strom günstig ist und das Fahrzeug gibt wieder Strom ab, wenn er besonders wertvoll ist – zum Beispiel am frühen Abend, wenn große Nachfrage herrscht.
Renault startet den ersten V2G-Service für Privatkunden
In Frankreich treibt Renault die Einführung der Vehicle-to-Grid (V2G)-Technologie voran: Besitzer kompatibler Renault-Fahrzeuge können ihre Stromkosten um einen Betrag senken, der etwa 10.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr entspricht – vorausgesetzt, das Fahrzeug ist im Durchschnitt 14 Stunden pro Tag zu Hause angeschlossen.
Das Prinzip ist einfach:
- Das System lädt die Batterie automatisch, wenn die Stromnachfrage gering ist.
- Während Spitzenzeiten speist es Energie zurück ins Netz.
- Kunden werden durch Einsparungen belohnt, die direkt von ihrer Stromrechnung abgezogen werden.
Je öfter Sie Ihr Fahrzeug anschließen, desto höher sind Ihre V2G-Einnahmen.
Mit dieser Initiative liefert Renault eine der ersten wirklich marktreifen V2G-Lösungen Europas – mit messbaren Kundenvorteilen und transparenten Teilnahmebedingungen.
BMW belohnt verbundenes E-Auto: Bis zu 720 Euro pro Jahr für angesteckte Stunden
BMW startet in Deutschland ein innovatives Bonusprogramm für Fahrer:innen des BMW iX3: Wer sein Fahrzeug an die heimische Wallbox anschließt, erhält pro angesteckter Stunde 24 Cent Gutschrift – und zwar unabhängig davon, ob das Auto tatsächlich lädt oder Strom abgibt. Entscheidend ist allein die Verfügbarkeit des Fahrzeugs als flexible Ressource.
Die Abrechnung erfolgt minutengenau, am Monatsende werden alle angesteckten Minuten automatisch summiert. Berücksichtigt werden pro Monat jedoch maximal 250 Stunden, was einem möglichen Bonus von bis zu 60 Euro monatlich bzw. 720 Euro pro Jahr entspricht.
Interessant ist auch die praktische Auswirkung auf die Mobilitätskosten: Umgerechnet können Fahrer:innen damit rund 14.000 Kilometer pro Jahr quasi kostenneutral zurücklegen – allein durch das regelmäßige Verbundensein des Fahrzeugs mit der Wallbox.
Mit diesem Modell testet BMW einen neuen Weg, wie Elektroautos künftig aktiv in das Energiesystem eingebunden werden können – ein wichtiger Schritt in Richtung smarter, flexibler Stromnetze und neuer Geschäftsmodelle für Vehicle-to-Grid (V2G) und ähnliche Konzepte.
Hyundai Motor Group Expands EV Energy Services with Vehicle to Grid and Vehicle to Home
Die Hyundai Motor Group (Seoul, Korea) beschleunigt die weltweite Einführung ihrer fortschrittlichen Vehicle-to-Everything (V2X)-Dienste. Diese Lösungen ermöglichen es Elektrofahrzeugen (EVs), Strom zu speichern, zu liefern und mit Haushalten und Stromnetzen zu teilen. Dadurch wird die Rolle von EVs als unverzichtbare Bestandteile des globalen Energieökosystems neu definiert.
Renault Group & We Drive Solar are launching the first ever V2G AC Service in the Netherlands
In Zusammenarbeit mit We Drive Solar startet die Renault Gruppe in den Niederlanden einen Vehicle-to-Grid-Service (V2G). Dieser innovative Service ermöglicht es Privatkunden, ihre Fahrzeuge zur Senkung ihrer Stromkosten im Haushalt einzusetzen. Gleichzeitig trägt er dazu bei, das Stromnetz in Spitzenzeiten zu entlasten und die Energiewende aktiv zu unterstützen.
„Utrecht Energized“ gestartet: So soll das bidirektionale Laden den Durchbruch schaffen
In Utrecht hat der Realbetrieb eines großen Projekts gestartet – mit 50 bidirektional ladenden E-Autos (500 sollen es werden).
E-Mobilität – kein Hindernis, sondern Chance in der Energiewende
Die Energiewende stellt uns vor große Herausforderungen und die Rolle der E-Mobilität wird dabei oft kritisch diskutiert. Die aktuelle Kurzstudie „Die Bedeutung der E-Mobilität auf dem Weg zu einem 100 % erneuerbaren Energiesystem“ des Klima- und Energiefonds zeigt: E-Autos können ein wichtiger Teil der Lösung sein. Durch intelligente Ladetechnologien und Rückspeisung von Strom unterstützen sie etwa die Netzstabilität und die Integration erneuerbarer Energien.
Wo stehen wir beim Thema Bidirektionales Laden?
Klingt nach einer einfachen Frage – ist es aber nicht.
Denn Technik, Geschäftsmodelle und Standards entwickeln sich rasant, aber nicht immer im Gleichschritt.
Technisch ist vieles bereit: Erste Hersteller wie BMW und Mercedes bringen 2026 marktreife Lösungen.
Offen bleibt die Frage nach Interoperabilität – proprietäre Systeme bremsen derzeit noch die Flexibilität der Nutzer:innen.
Positiv: Mit rund 2.100 € für eine DC-Wallbox wird bidirektionales Laden erstmals wirtschaftlich interessant.
Unser Fazit:
2026 wird zum Meilenstein für das bidirektionale Laden – und ein wichtiger Schritt, um Elektromobilität endgültig zum Gamechanger der Energiewende zu machen.
Erfolgreiche Gründung der V2G Alliance Austria
Es ist vollbracht – der Trägerverein der V2G Alliance Austria wurde erfolgreich gegründet und das Team der V2G Alliance Austria hat bereits ihre Arbeit aufgenommen! Werde jetzt Mitglied!