Technik
Grundsätzlich sind drei technische Konzepte zu unterscheiden: V2L und V2H/V2B und V2G
Vehicle-to-Load (V2L)
V2L ermöglicht die Versorgung externer Verbraucher über eine 230-V-Steckdose im Fahrzeug oder einen Adapter am Ladeanschluss. Die Umwandlung des Batteriestroms (DC) in Wechselstrom (AC) erfolgt im Fahrzeug. Typische Leistungen liegen zwischen 2,4 kW und 3,6 kW, einzelne nordamerikanische Modelle wie Ford F-150 oder Tesla Cybertruck erreichen bis zu 9,6 kW. V2L eignet sich für den Betrieb einzelner Geräte, nicht jedoch für die Hausversorgung.
Vehicle-to-Home (V2H/B) bzw. Vehicle-to-Building)
Hier erfolgt das Be- und Entladen über eine bidirektionale Ladestation, die mit dem Hausnetz oder einem Industriestandort verbunden ist. Wird die Energie im Gebäude genutzt, spricht man von V2H/B; Im Gegensatz zu V2L ist dabei eine Kommunikation zwischen Fahrzeug, Ladestation und Energiemanagementsystem (EMS) erforderlich.
Vehicle-to-Grid (V2G)
Vehicle-to-Grid (V2G) bedeutet, dass Elektroautos ihren Batteriestrom nicht nur zum Fahren nutzen, sondern auch aktiv zurück in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Zusätzlich kann man damit über einen Aggregator auch an den Strommärkten und Märkten für Regelenergiereserve teilnehmen. Die Kommunikationskette sieht dann so aus: Fahrzeug/Wallbox ↔ EMS ↔ Aggregator-Backend ↔ Strommarkt/Netzbetreiber.